Erlebnispädagogik

 

Schulsozialarbeit hat mit ihren erlebnispädagogischen Methoden in der Schule einiges zu bieten. Vom gelegentlichen Highlight im Schulalltag bis hin zum fortlaufenden Beitrag dazu, dass Lernen sich an der Schule als ein spannender, gemeinschaftlicher und individueller Prozess entfalten kann.

Schule ist oft eine ernste Sache, die Sorge um gute Noten und Abschlüsse, die Sorge um die Zukunft der Kinder stehen im Vordergrund. Der Leistungsdruck ist groß. Erlebnispädagogik kommt dem Bedürfnis der Kinder und Jugendlichen nach erfahrbaren Identitätserlebnissen und Sinneserfahrungen im körperlichen, psychischen und sozialen Bereich entgegen.

Erlebnispädagogik wirkt dabei anregend und schafft Spielräume, in denen Kinder und Jugendliche innerhalb eines verantwortbaren Rahmens mit Herausforderungen und Grenzen experimentieren können. Somit ist Erlebnispädagogik ein attraktiver Ort des Lernens. Und nicht zuletzt sind solche Spielräume auch ein Chance für die begleitenden Lehrer/innen, aus einer veränderten Rolle heraus, neu mit ihren Schüler/innen in Kontakt zu kommen. 

Neben der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen sind Persönlichkeitsentwicklung, Sucht- und Gewaltprävention sowie das Erlernen sozialer Fähigkeiten nur einige Bereiche, bei denen Erlebnispädagogik erfolgreich eingesetzt wird. Dabei spielt das Aufbauen von Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Wahrnehmung und Akzeptanz der eigenen Gefühle eine große Rolle.

In den handlungsorientierten Lernsettings der Erlebnispädagogik geht es darum, den Menschen stark zu machen, auch in der Konfrontation mit schwierigen Situationen. Eigene Potenziale können hier entdeckt und sollen genutzt werden. 

Erlebnispädagogik verurteilt die jugendliche Risikosuche nicht grundsätzlich, sondern macht sie zum Ausgangspunkt einer Suche nach alternativen Handlungsfeldern. Spannende Herausforderungen ermöglichen ein Probehandeln, in dem gerade auch kreative Lösungen gefragt sind. Erlebnispädagogische Aufgaben und Problemstellungen richten sich überwiegend an die Gruppe. Sie sind Übungsfelder für Soziales Lernen. Gemeinsame Anstrengungen und Leistung, sowie die bewusste Auseinandersetzung mit Stärken und Schwächen innerhalb einer Klasse werden betont. Der Gruppenprozess steht im Vordergrund. Kooperation ist dabei eines der bestimmenden Merkmale erlebnispädagogischen Arbeitens. Ergebnis ist die Fähigkeit konfliktfrei im Team planen, entscheiden und handeln zu können.

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